Weltreise von Gerold Rahmann                                zurück zur Liste der Länder

 

39: Zimbabwe

Ich bin 1989 in Zimbabwe gewesen. Ich hatte mir von meiner Arbeit in Malawi Urlaub genommen, um mit Gundi und Michael hier in die Nationalparks zu gehen. Der Flug von Lilongwe nach Harare zeigte mir, wie unterschiedlich auch Südafrika ist. Harare ist eine Großstadt mit allem was auch bei uns in den Städten ist: Autos, Hochhäuser und viele Menschen. Auf dem Campingplatz haben wir uns für die Tour nach Mana-pools Rodes-Nationlpark und Hwange-Nationalpark vorbereitet. Die Mana-Pools im Norden am Sambesi haben es mir besonders angetan. Dort sind wir hingetrampt. Es war ein einmalige Erlebnis, dieser Park. Wir haben dort gezeltet, konnten frei durch die Landschaft laufen und haben das Leben in Freiheit in vollen Zügen genossen. Gundi war zwar etwas ängstlich wegen all der wilden Tiere, Michael und ich konnten aber nicht genug davon bekommen. Elefanten grasten um unser Zelt, Hyänen versuchten uns unsere Essen aus dem Zelt zu klauen, nachts brüllten die Löwen ganz in der Nähe und tagsüber sind wir spazieren gegangen Krokodile, viele Antilopen und Elefanten und Flusspferde und und und anzuschauen. Angeln vom Ufer oder Kanu war weitere Zeitvertreib. Am schönsten war die Badewanne am Sambesi-Ufer mit direktem Blick auf den Fluss und die Hügel in Sambia.

Was mir an Zimbabwe auch gut gefallen hat, waren die tollen Leute und die Schönheit des Landes auch außerhalb der Nationalparks. Dieses einmalige Naturerbe war damals gut geschützt. Man sah, dass es dem Land gut ging.

2009, nach 20 Jahren war ich wieder mal in Zimbabwe, dieses mal mit Heiner Rahlfs, einem Studienkollegen. Mugabe hat das Land zu Grunde gerichtet, die Landschaft und die Freundlichkeit der Menschen ist geblieben, aber Hyperinflation, kaputte Infrastruktur haben den Wohlstand zerstört. Es war traurig, in den Parks (Hwange, Matopos, Vic.-Falls) so wenige Touristen zu sehen, aber alle warteten auf bessere Zeiten, seit Jahren. In Bulawayo war ich eine Woche, habe das ICRISAT-Projekt "Small scale goat production" besucht, auf Höfe gekommen (Weiße und Schwarze). Die Landenteignung und die Ansiedlung unausgebildeter Landnutzer hat das einzige Bortkorb Afrikas in eine Hungersnot getrieben. Der Klimawandel tut sein übriges. 2009 hat es gut Regen gegeben, aber die Vorjahre waren extreme Dürre.

2011 war ich in Dimbongombe (Africa Centre for Holistic Management) bei Vic.Falls für 2 Tage mit Heiner Rahlfs wegen einen Afrika Projekt. Das Land ist immer mehr heruntergewirtschaftet. Road blocks überall. Seitdem es den US-Dollar gibt, sind wenigstens Lebensmittel wieder erhältlich. 

Auch 2012 zweimal (Februar und Juni) in Bulawayo bei ICRISAT in Bulawayo und Matopos Research station und in Dimbangombe jeweils  für 3 bzw 2 Tage. Dieses mal wegen der Konkretisierung eines großen Afrika-Antrags (HoMa). Mit Michi die Februar und mit Wodarz und Birgit und Heiner Rahlfs die Juni-Fahrt gemacht. Vor- und nachher in Botswana verbracht. Tolle Touren. 

2014 im März mit Klaudi von Kasane (Botsuana) kommend an den Vic.-Falls gewesen. Die Stadt hat sich wieder sehr gemacht. Tourismusgelder machen es möglich. Das Vic.-Falls Hotel, das historische Überbleibsel der Kolonialzeit hat mich sehr beeindruckt. Da würde ich auch gerne einmal wohnen.

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