Weltreise von Gerold Rahmann                                zurück zur Liste der Länder

 

55: Bangladesh

Bin 2001 das erste Mal in Bangladesh gewesen. Raisul von der Agricultural University BAU hatte mich nach Mymensingh im Norden des Landes eingeladen. War zwei Wochen da, habe einige Vorlesungen gegeben, die Armut aber auch die Würde und Freundlichkeit des Landes unter den Bedingungen des Monsuns kennen gelernt. Haben eine Fahrt nach Norden nach Rangpur an die indische Grenze gemacht. Sehr schönes Land, wenig touristisch und deswegen sehr besonders.

Das zweite und dritte Mal war ich 2005 in Bangladesh, diesmal mit Klaudia. Ich hatte mit Raisul ein bilaterales Forschungsprojekt für zwei Jahre, wo es um Gehölznutzung für die Tierfütterung ging. Wir sind erst in Mymensingh und dann in Coxs Bazar im Süden gewesen. Auch Dhaka haben wir gut kennengelernt mit unseren Reisebegleitern Raisul und Sultana.

Das Land ist so schön und arm. Es hat etwa von Ökotopia: Rikschas (Staus in den Zentren), keine oder wenige Autos, leben auf dem Lande. Es zeigte sich, dass dieses alles Armut bedeutet. Die Leute sind trotzdem sehr würdig und freundlich. Die vielen Kinder machen das Problem. Die Textilindustrie ist sehr wichtig als Alternative für die Landwirtschaft, aber sehr abhängig von unserem Kaufverhalten. Bangladeshis arbeiten weltweit als fleißige Wirtschaftssklaven.

Ein Rikscha-Fahrer arbeitet den ganzen Tag so hart und verdient gerade so viel, wie er zu leben an Essen braucht. Diese Welt gibt es auch. Die Gewässer sind alle sehr dreckig. Dabei ist das Land so fruchtbar: drei Ernten sind möglich. Waren auch im Wald bei einer Mission, die sich um ein kleines Volk kümmert, dass nicht als Moslem und Bangladeshi lebt.

Weitere Bilder

 

 

Bootsfahrt auf dem Brahmaputra bei BAU in Mymensingh 2005