Weltreise von Gerold Rahmann                                zurück zur Liste der Länder

 

075: Saudi-Arabien

2007 bin ich für die GTZ nach Saudi-Arabien geflogen, um ihnen Rat für die Umstellung einer Forschungsstation in der Wüste im Norden, in Onaisa (100.000 Einwohner) auf den Ökologischen Landbau und für die ersten Mitglieder des neu gegründeten Ökoverbandes in Al Akza-Hofuf zu geben. Mein Teil war die Ökologische Tierhaltung, Siegfried Legel (71), den ich seit den 90gern nicht mehr getroffen hatte, für den Futterbau.

Ich bin von Riyadh mit dem Flieger nach Onaisa 400 km in den Norden geflogen, wo ich vom Flughafen von Riath - dem Projektmitarbeiter, einem Iraki mit deutscher Mutter und Studium in Witzenhausen, abgeholt wurde. Zwei Tage einen Workshop mit den Stationsleuten gemacht. Arbeitszeit und -intensität ist sehr niedrig. Um 13.00 ist bereits Feierabend. Waren noch auf den saisonalen Dattelmärkten, wo wir als so seltene Gäste aus dem Ausland gleich vom Fernsehen, Zeitung und Radio interviewed wurden. Gleich Saudi-Arabien-weit bekannt geworden. Eine kurze Nacht in Riyadh verbracht, immer *****, aber wenig genutzt. Zwei Tage einen weiteren Workshop mit 15 Ökolandwirten in Al Akza-Hofuf 350 km im Osten durchgeführt. Hat sehr viel Spass gemacht, Leute sehr engagiert. Wer hätte das vor 30 Jahren gedacht? Sogar mit dem Landwirtschaftsminister einen Abend auf seinem Hof verbracht. Die unterstützen Öko richtig. Die Reise hat mir sehr gefallen. Mit Siegfried Legel, Riath und auch den Bauern hat viel Spass gemacht.

2008 war ich im Mai noch einmal 7 Tage in Riyadh, Hofuf (auch auf der Konigsfarm, will den auf Öko umstellen)  und auf dem größten Milchviehbetrieb der Welt mit 37000 Milchkühen, 12000 kg Laktationsleistung und 6000 Liter fossiles Wasserverbrauch pro Liter Milch mitten in der Wüste. Sehr spannend. Öko ist da aber nichts. Hatte einen Geländewagen und tanken war sehr billig (0,09 € pro Liter statt 1,50 € wie in DE).

2012 war ich im Januar für 7 Tage in Saudi Arabien, wieder mal für die giz (die Nachfolgeeinrichtung der gtz). Habe in Quassim, Gizan (Südwestlich) und Hufuf (östlich an der Grenze zu Bahrain) 3 workshops zur ökologischen Tierhaltung vor insgesamt 100 Biobauern und Beratern gehalten. Auf 6 Betriebe gefahren. Alle sehr unterschiedlich, aber gute Bauern sind das nicht. Wasserverschwendung, Tiere nicht gefüttert und alles müllig.

2013 mein 4 Aufenthalt in Saudi Arabien (nun 7 Tage), auf einige Bio-Betriebe bereits 4 mal gewesen, alles sehr angenehm organisiert, durch giz (Marco Hartmann, Felix Ruhland). Fühle mich da sehr wohl, auch wenn ich dort nicht leben möchte. War in Quassim, Oniza, Jeddah, Riyadh, Jezan..

 

Mit Legel auf dem jährlichen Dattelmarkt in Onaisa (eine Schale (1,5-2 kg) bester Dattelnqualität kann 60€ kosten). Landesweit dafür in die Zeitung und Fernsehen gekommen als seltener und bedeutender Besucher.

 

Das übliche reichhaltige traditionelle und leckere Essen

Auf dem Hof mit dem Saudi-Arabischen Landwirtschaftsminister zum Abendgespräch über Ökolandbau (bei Hufuf: dort insgesamt 3 mal gewesen, 2012 war der Hof ziemlich runtergekommen, da die Interessen sich in Richtung Clean Agriculture verlagert haben (riesige Gewächshäuser) und das Wasser und Geld für den Biobetrieb abgestellt worden sind).

Khat kauen mit Mohmaned (Übersetzer und Mitarbeiter bei giz) auf einem Hof bei Gizam 2012 (habe dafür Marzipan-Schweinchen verschenkt)

 

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